Digitale Medienpraxis: Digitale Bilder

Masterklasse III

»Funky Functions« - Ein Java Programm: Download
Nikolai Promies




Originalbilder:



Funky Functions:


Was ist ein digitales Bild oder wodurch ist ein Bild digital? Und was für Folgen hat es, dass ein Bild digital ist? Um mich diesen Fragen zu nähern, habe ich versucht, auf verschiedenen Wegen mit Bildern auf einer grundlegenden Ebene, ihren Pixeln und Farbwerten, zu experimentieren und zu spielen. Denn ein digitales Bild zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass es aus einer begrenzten Zahl von einzelnen Punkten, Pixeln besteht, die Informationen wie den Farbwert an dieser Stelle enthalten. Mit etwas Hilfe von einem erfahreneren Programmierer ist das kleine Java-Programm »Funky Functions« entstanden. Das Programm kann Bilder in den Dateiformaten .jpg, .png, .gif und .bmp einlesen. Es speichert die Farbwerte der Bilder im RGB-Farbraum Pixel für die Pixel ab, sodass man sie gezielt bearbeiten, verändern, vertauschen, kopieren oder sortieren kann. Momentan sind elf Funktionen implementiert, für jede der Funktionen sind auf dieser Seite Beispiele abgebildet.

Beim Programmieren, aber gerade auch beim Ausprobieren der Funktionen hat sich für mich eine Folge der Digitalität der Bilder gezeigt: Sie sind im eigentlichen Sinne keine wirkliche oder genaue Abbildung der Wirklichkeit, sondern eigentlich immer nur eine Anhäufung von einzelnen Farbpunkten, die beliebig verändert werden kann und nur durch die ungenaue (oder entfernte) Betrachtung dem ähneln, was sie darstellen sollen. Besonders schön zeigt sich diese Eigenschaft, wenn man die Pixel nach ihren Farbwerten sortiert. Die einzelnen Informationen des Bildes werden dabei nicht verändert, lediglich ihre Position, sodass die Bilder in ihre Farbwerte zerlegt werden und wellenförmige Strukturen entstehen.

Bisher konnte das Programm noch nicht in eine Website eingebunden werden, es kann aber zum eigenen Ausprobieren heruntergeladen werden:

funky_functions.jar

(Um das Programm auszuführen, muss Java installiert sein)


© Nikolai Promies 2018